Was machen Sie da, Frau Hanke?

Josephine Hanke, Werkzeugmechanikerin bei Lufthansa Technik in Hamburg
© Gregor Schläger/Lufthansa Technik AG

Josephine Hanke, 24,

Auszubildende zur Werkzeugmechanikerin,

arbeitet seit zwei Jahren bei Lufthansa Technik in Hamburg

 

„Viele Werkzeuge und Bauteile, mit denen wir arbeiten, sind so speziell, dass man sie nicht einfach von Zulieferern kaufen kann. Also fertigen wir sie im Betrieb selbst an, meist mit Bohr-, Dreh- und Fräsmaschinen. Wie das genau geht, übe ich im Rahmen meiner Ausbildung. Der Meister drückt mir eine technische Zeichnung in die Hand, ich lege los. Gerade stelle ich eine Gewindebohrung her, also eine längliche Bohrung mit Schraubengewinde. Das ist reine Routine. Mein wichtigstes Werkzeug dabei: natürlich die Bohrmaschine. Erster Schritt: einen Bohraufsatz in richtiger Größe finden, dann das Loch selbst bohren. Zweiter Schritt: einen sogenannten Zapfensenker auf die Maschine montieren und damit eine Aussparung bohren, die Platz für den Schraubenkopf bietet. Der Kopf soll ja nachher nicht aus dem Material herausragen. Fertig? Nicht ganz, denn noch ist das Loch innen ganz glatt. Mit einem Gewindeschneider kerbe ich schließlich feine Rillen in dessen Wand – die Führung für die Schraube.“