El Alto, die zweitgrößte Stadt Boliviens, war architektonisch nicht unbedingt eine Perle. Doch seit 2005 sorgt Freddy Mamani Silvestres Baukunst für Farbe und für Diskussionen.

El Alto, Freddy Mamani Silvestre
© Peter Granser, aus El Alto / editiontaube.de

LPB

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Mit Häusern, deren extrava­gante Fassaden an Gaudí und Hundertwasser erinnern, trotzt Freddy Mamani Silves­tre dem sonst recht öden Stadtbild El ­Altos. Rund 60 davon hat der Selfmade-­Architekt seit 2005 in seiner Heimat ­gebaut. Der Stil ist „neo-andinisch“: ­Silvestre spielt mit ­Motiven und Farben mehrerer Anden-­Kulturen und stützt so das Selbstbewusstsein der wachsenden indigenen Oberschicht, die sich seine Bauten leistet. Etwas Spott gehört dazu: Kritiker nennen die Häuser „Protz für Neureiche“.