Was machen Sie da, Herr Richter?

Lufthansa Magazin Juni 2016 Was machen Sie da, Sebastian Richter?
© Sonja Brüggemann

Sebastian Richter, 44

Fluggerätbauer

… arbeitet seit 17 Jahren bei Lufthansa Technik in Hamburg

„Per Ultraschall untersuche ich einen Flugzeugrumpf auf mögliche Risse. Dafür nutze ich ein Spezialinstrument, ent­wickelt für industrielle Einsätze. Im Prinzip ähnelt es aber jenen Geräten, die man auch aus der Arztpraxis kennt. Neben dem Ultraschall wenden mein 13-köpfiges Team und ich noch weitere Methoden an, um Flugzeuge und ihre Bauteile auf Schäden zu untersuchen. Bilden sich feine Risse? Beginnt das Material zu korrodieren? Entsprechende Tests sind in regelmäßigen Intervallen fällig, mögliche Schäden wollen wir so früh wie möglich entdecken. Oft geht es um schwer zugängliche Stellen, mit dem bloßen Auge kommt man da nicht weiter. Dank unserer Hightech-Geräte lassen sich aber auch tiefere Schichten eines Werkstoffs prüfen. So kann man Risse auch per Wirbelstromverfahren aufspüren: Dabei fließen Wirbelströme durch ein elektrisch leitfähiges Material. Das Magnetfeld, das dabei entsteht, wird an schadhaften Stellen gestört – was das Messinstrument präzise anzeigt.“