Herr Becker, welche Rolle spielt die Flughöhe?

Warum fliegen Flugzeuge in der Regel auf 10 000 Meter Höhe?

Große Jets fliegen auch unter 10 000 Meter oder wesentlich höher. Vereinfacht kann man sagen: je höher, desto wirtschaftlicher. Auf einem Langstreckenflug „schafft“ man aber nicht gleich die gewünschte Flughöhe von beispielsweise 13 000 Meter, weil das Flugzeug mit dem getankten Kerosin dafür noch zu schwer ist. Erst wenn nach einigen Stunden – je nach Flugzeugtyp – 20 000 bis 30 000 Liter verbraucht wurden, gehen die Piloten „ein Stockwerk höher“ auf die optimale Höhe. Dort ist der Spritverbrauch dann geringer.

Dürfen Piloten die Flughöhe bestimmen?

Flugsicherung und Besatzung haben den zuvor berechneten Flugplan mit Streckenverlauf, Zeiten und natürlich auch den geplanten Flughöhen vorliegen. Die Piloten aktualisieren diese Parameter während des Flugs und entscheiden somit auch, welche Reiseflughöhen ab wann geflogen werden sollen. Diese werden dann aber vom Lotsen genehmigt – wenn diese Höhen nicht von anderen Flugzeugen in der Nähe besetzt sind. Es gilt: first come, first served.

Haben Kondensstreifen am Himmel etwas mit der Flughöhe zu tun?

Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Kondensstreifen und Lufttem­peratur. Temperaturen von etwa minus 40  Grad Celsius sind eine der Voraus­setzungen. Die Temperatur nimmt mit zu­nehmender Höhe ab. Erst ab einer Flughöhe von etwa 8000 Meter und darüber sind die erforderlichen Minusgrade er­reicht, damit Kondensstreifen entstehen können