Deutsch-kanadische Kooperation

Bombardier CRJ900

  • FOTOS JENS GÖRLICH

Mit Bombardier verbindet Lufthansa eine enge Partnerschaft: Ihre Rolle als weltweit viertgrößter Flugzeughersteller verdanken die Kanadier auch der deutschen Airline. Jetzt geht die erfolgreiche Zusammenarbeit in die nächste Runde

In der Bombardier-Auslieferungshalle bei Montreal: Die Experten von Lufthansa nehmen einen fabrikneuen Regionaljet des Typs CRJ900 ab

In der Bombardier-Auslieferungshalle bei Montreal: Die Experten von Lufthansa nehmen einen fabrikneuen Regionaljet des Typs CRJ900 ab

© Jens Görlich
Techniker prüfen sie den Jet auf Herz und Nieren

Techniker prüfen den Jet auf Herz und Nieren

© Jens Görlich
Auch ein Testflug gehört zum Abnahmeprozedere, danach werten die Fachleute komplexe Messdaten aus. Mit einer Zwischenlandung im isländischen Keflavik wird der neue Jet schließlich nach Köln überführt

Auch ein Testflug gehört zum Abnahmeprozedere, danach werten die Fachleute komplexe Messdaten aus. Mit einer Zwischenlandung im isländischen Keflavik wird der neue Jet schließlich nach Köln überführt

© Jens Görlich

Schon 1987 drängte Lufthansa den kanadischen Konzern dazu, einen 50-sitzigen Regionalflieger zu bauen. Bombardiers erfolgreicher Business Jet Challenger 600 diente als technische Grundlage für den neuen Canadair Regional Jet (CRJ), 1992 stellte Lufthansa die erste CRJ100 in Dienst.

Während der folgenden Jahre entwickelte Bombardier weitere, größere Varianten seines neuen Flugzeugtyps, so wurde die CRJ100 zum Basismodell einer ganzen Baureihe. Kein anderer Hersteller bot damals vergleichbare Flugzeuge, also Maschinen für kurze und mittlere Strecken mit kleinem Passagieraufkommen. Maschinen vom Typ CRJ700 (70 Sitze) und CRJ900 (bis zu 90 Sitze) gehören zurzeit auch zur Flotte von Lufthansa Regional.

Künftig kooperiert die deutsche Airline weiterhin mit Bombardier, jetzt arbeiten die Kanadier an einer neuen Flugzeugfamilie: Ihre CSeries-Reihe setzt Maßstäbe in puncto Sparsamkeit. Dank fortschrittlicher Triebwerktechnik sind die Flugzeuge gleichzeitig viel leiser, zudem befördern sie mehr Fluggäste als CRJ-Maschinen. Schon 2004 hatte Bombardier ein entsprechendes Konzept vorgestellt. Gestartet wurde das Programm allerdings erst, als Lufthansa 2008 erklärte, 30 Flugzeuge der CSeries zum Einsatz bei der Swiss bestellen zu wollen.