© Cristóbal Schmal

Delhi – Zwei Seiten einer Stadt

  • ILLUSTRATION CRISTÓBAL SCHMAL

Heiß, scharf, knallbunt und fast immer sehr laut: Delhi bietet seinen Besuchern ein Spektakel für alle Sinne. Doch die indische Millionenstadt kann auch ganz anders sein: zart, still und spirituell. Wir zeigen beide Seiten der Metropole.

Nasenfest

Durch die Luft weht der Duft von Curry, Zimt und Nelken, nebenan gibt’s auch Nüsse und getrocknete Früchte: Khari Baoli ist Asiens wohl größter Gewürzmarkt.

Umdrehungen

Alltägliche Begleiter – und zugleich Botschafter eines besonderen Lebensgefühls: die stilechten Regenschirme der Boutique London Under­cover.

Simsalabim

Vintage-Boutiquen, Food-Trucks, Cupcake-Stände: Der Broadway Market gilt als hipster Markt der Stadt, samstags macht Shopping hier am meisten Spaß.

Kauflust

Ein voller, gut gepflegter Bart ist das ultimative Hipster-Markenzeichen. Die Barbiere bei Jack the Clipper sorgen für Gesichtshaartracht und -pracht.

Märchenstunde

Frühstücksflocken satt gibt’s im Cereal Killer Café. Zur Auswahl stehen annähernd 100 Cerealiensorten, 30 Milchvarianten und 20 zuckerschwere Toppings.

Leckerbissen

Hier geht’s unter die Haut: In London arbeiten renommierte Tätowier-Künstler wie Mo Coppoletta und Nikole Lowe. Der Wermuts­tropfen: extralange Wartelisten.­

DEL

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Chefsache

Und täglich grüßt der Affengott: Hanuman, die hoch verehrte Hindu-Gottheit, thront als 33 Meter große Statue über einem Hanuman-Tempel Delhis.

Lobeshymnen

Gläubige aller Regionen lauschen ergriffen, wenn die drei Nizami-Brüder in traditionell sufistischen Qawwali-Gesängen von Allah schwärmen.

Wohlgefühl

Nicht nur der Glaube hat hier Tradition, sondern auch die Medizin. Spürbar wird dieses alte Wissen etwa bei einer Ayurveda-Behandlung im Kairali Ayurvedic Center.

Geisterstunde

Der große Stadtwald Sanjay Van gilt als Delhis grüne Lunge – und wird nachts angeblich vom Geist einer geheimnisvollen Frau im weißen Sari bespukt.

Wegweiser

Wo, bitte, geht’s hier zur Erleuchtung? Zielführende Meditationen lehren die Mönche von Majnu-ka-tilla, dem tibetischen Viertel im Norden der Stadt.

Musterschüler

Yoga-Jünger aus aller Welt pilgern nicht nur nach ­Delhi, sondern auch zu den Meistern der Yoga-­Metropole Rishikesh, ca. 220 Kilometer nordöstlich gelegen.