Herr Becker, wie wird man Pilot bei einer Airline?

Welche Ausbildung führt ins Cockpit?

Airlines rekrutieren ihre Piloten auf unterschiedliche Art. Grundsolide ist die Ab-Initio-Ausbildung: Nach bestandenen Eignungsuntersuchungen und -tests werden die Flugschüler praktisch „von null“ auf ein hohes Ausbildungsniveau geschult, um sie dann im Cockpit einer Passagiermaschine auf ihrem ersten Flug als Kopilot einzusetzen. Ein anderer Weg ist die Rekrutierung von Piloten, die bereits Erfahrung in Passagierflugzeugen gesammelt haben.

Was für Fähigkeiten sollte man mitbringen?

Alles, was der moderne Pilotenberuf heute erfordert: hohes fliegerisches Können, Entscheidungsfähigkeit, Teamfähigkeit, Disziplin, psychische und physische Belastbarkeit und Verantwortungsbereitschaft. Allein ein Flugzeug lenken zu können reicht bei Weitem nicht mehr.

Wie wird man zum Kapitän befördert?

Gesetzlich gefordert sind eine Lizenz als „Pilot in Command“ und eine Mindeststundenanzahl im Linienbetrieb, im Allgemeinen mehrere Jahre. Die Airline entscheidet dann letztlich nach fliegerischem Werdegang des Bewerbers und gegebenenfalls nach Seniorität (Betriebszugehörigkeit),wer zum Kapitän befördert wird.

Was fasziniert Sie an dem Beruf?

Ein ungewöhnlicher Arbeitsplatz mit großer Verantwortung erfordert ein hohes Engagement – das habe ich in 40 Jahren aktiver Verkehrsfliegerei begeistert eingebracht. Und dabei so viele Länder kennengelernt, dass ich jetzt auch gerne in den Harz fahre. Aber auf dem Golfplatz nahe Frankfurt schaue ich doch jeder Maschine auf der Abflugroute nach …