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 Wendet man seinen Blick von Rios lebendigen Stadtstränden Richtung Inland, erscheint die Metropole plötzlich fern. Sanfter Nebel schwebt über ein hügeliges Grün aller Schattierungen. Wir haben uns aufgemacht, das geheimnisvolle Dickicht an Rios Berhängen zu erkunden.

Im 19. Jahrhundert wurden die Hügel gerodet, um Platz für Zuckerrohr- und vor allem Kaffeeplantagen zu schaffen, erklärt uns Ernesto Viveiros de Castro, Leiter des Tijuca Nationalparks. Als mit der Erosion jedoch das Trinkwasser knapp wurde, befehligte der brasilianische Kaiser Dom Pedro II einen Großgrundbesitzer mit der Aufforstung. 11 Jahre später waren die Hügel wieder spärlich bewaldet. Heute, nach mehr als 150 Jahren, steht hier ein beinahe gänzlich erholter Sekundärer Regenwald – einer der größten Stadtparks der Welt.

De Castro ist stolz auf den Park. Er bietet einer Viehlzahl von Vogel- und Insektenarten Schutz. In den Wipfeln der Regenwaldgiganten turnen Affen, Ameisenbären und Gürteltiere streifen durch das Dickicht. Doch nicht nur die Tiere profitieren vom geschützten Atlantischen Regenwald. Den Cariocas, wie die Einwohner Rios genannt werden, beschert er ein besseres Klima und die Großstädter können den Kontakt zur Natur aufnehmen. Dabei helfen ihnen, und den zahlreichen Besuchern Brasiliens, die gute Infrastruktur des Parks und natürlich seine Ranger.

Peterson ist einer von ihnen. Auf welcher Wanderroute sich die spannendsten Höhlen befinden und ob sich eine Zikade zu Tode singen kann, erfahren Sie in unserem Interview mit dem Waldhüter.