Was machen Sie da, Herr Ollmann?

Was machen Sie da, Herr Ollman?
© Lufthansa Technik

Helmut Ollmann, 62,

Vorarbeiter in der Triebwerksmontage

arbeitet seit 46 Jahren bei Lufthansa Technik in Hamburg

 

„Ich blicke ins Innere eines Triebwerks und nutze dafür ein sogenanntes Boroskop. Das Gerät funktioniert wie ein Endoskop in der Medizin: Am Ende einesdünnen, biegsamen Schlauchs sitzt eine Kamera, die Livebilder auf ein Display überträgt. Den Schlauch führe ich durch kleine Öffnungen ins Triebwerk ein. Ich will wissen, ob alle Rotorschaufeln in einwandfreiem Zustand sind. Wir haben das Triebwerk gerade zusammengebaut, auf dem Prüfstand hat man es danach zur Probe laufen lassen. Um auszuschließen, dass einzelne Schaufeln dabei beschädigt worden sind, sehen wir noch einmal nach. Das dauert in der Regel acht Stunden. Immerhin hat ein Triebwerk 18 oder 19 verschiedene Rotorkränze, pro Kranz sind bis zu 80 Schaufeln zu checken. Meistens kann ich zum Schluss vermerken, dass alles in Ordnung ist. Manchmal entdecke ich aber auch Schleifspuren, Risse oder Brüche – dann tausche ich die betreffenden Schaufeln aus.“