Luis Lopez / EyeEm

Überflieger

  • TEXT ANDREA FREUND

Barbados, östlichste Insel der Kleinen Antillen, gilt als „Land der Fliegenden Fische“: Die Gleiter können Hunderte Meter weit segeln

  Für ihre Leibspeise bietet die Gemeine Goldmakrele einiges auf: spitze Zähne, bis zu zwei Meter Körperlänge sowie eine stattliche Rückenflosse, mit der sie wie ein Hai durch den Atlantik pflügt. Vor der Karibikinsel Barbados jagt sie ihre Beute, einen gut 30 Zentimeter kleinen Knochenfisch. Doch der wechselt einfach das Element und flieht in die Luft  – denn er hat vier Flügel.

 

WaterFrame / Alamy Stock Photo

 Und so kommt er in den Flugmodus: Nah an der Wasserober­fläche nimmt er Tempo auf, die großen Brustflossen eng an den zigarrenförmigen Körper gepresst. Durchstößt er die Wellen, breitet er die großen Brustflossen und zwei hintere, kleinere wie Flügel aus. Für Schub schlägt er kraftvoll mit der Schwanzflosse, ehe er komplett abhebt und in den Gleitflug übergeht. Reiseflughöhe erreicht. „So kann er 50 Meter weit fliegen“, erklärt Sonia Bejarano, Riffökologin am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung in Bremen. „Bringt er seine Schwanzflosse wieder ins Wasser, um neu Schwung zu holen, schafft er sogar bis zu 400 Meter
in 30 Sekunden.“ Wenn ihn nicht Fregattvögel in der Luft fangen. Oder Fischer aus dem Meer.

 

Fliegende Fische und Barbados gehören zusammen wie die Strände der Insel und das türkisblaue Meer. Die Flugkünstler zieren die Rückseite des Barbados-Dollars und werden jährlich an Ostern in der Hafenstadt Oistins mit einem Festival gefeiert.


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