Köln: Aufmacher
© Philipp Robien

Auf Kölns erstem Flughafen wurde der Linienflugverkehr 1939 eingestellt – und nie wieder aufgenommen. Ein faszinierendes Fotoprojekt zeigt die konservierte, zeitlose Architektur.

 

Köln: Wartehalle

Lichte Eleganz: die Empfangshalle von innen

© Philipp Robien
Köln: Kontrollzentrum

Zeugen der Lufthansa Historie: Kontrollzentrum des Flughafens Köln-Butzweilerhof

© Philipp Robien
Köln: Schild

Messing-Kranich in einer Tür der Empfangshalle

© Philipp Robien
Köln: Flughafen

Für die Fotos habe er "jede Lampe angeknipst", so Fotograf Philipp Robien

© Philipp Robien
Köln: Empfangshalle

Im Stil der Dreißiger: die Empfangshalle, bis ins kleinste Detail im Originalzustand

© Philipp Robien

Einen „Gänsehautmoment“ habe er erlebt, sagt Philipp Robien, als er den Flughafen am Butzweilerhof furch den Sucher betrachtete. Nicht wegen der Kälte der Märznacht, „sondern weil jedes Fenster erleuchtet, alle Gebäude illuminiert waren – nur für diesen Augenblick.“ Robien, 30, fotografierte den ersten Kölner Flughafen 2015/2016 für ein Studienprojekt, nun sind seine Fotos als Buch erschienen. Sie verewigen den einst nach Berlin-Tempelhof größten deutschen Airport: Architektur mit dem Pathos der 10930er-Jahre, doch geprägt von der Ästhetik der Moderne des vorherigen Jahrzehnts. Das „Luftkreuz des Westens“ war für Lufthansa ein wichtiger Knotenpunkt, der Kranich schmückt noch heute die Türen der Empfangshalle. Der kommerzielle Flugverkehr aber wurde 1939 eingestellt und nie wieder aufgenommen. Seit 1950 übernahm Köln-Wahn die Aufgabe als internationaler Flughafen, auch Lufthansa startete ab 1955 von dort. So bleibt der „Butz“ wie in einer Zeitkapsel erhalten. Doch auch Robiens Bilder zeigen bereits einen historischen Zustand. Denn mit einem Oldtimerzentrum, mit Restaurants und einem Hotel wurde der Komplex vor kurzem zu einem neuen, ganz anderen Leben wiedererweckt.

Köln: Karte

Vom Kölner "Luftkreuz des Westens" starteten einst Linienmaschinen nach Essen/ Mühlheim, Aachen, Krefeld, aber auch Richtung London, Paris und Moskau