Sinn und Sinnlichkeit

Darf man sich beim Selberfinden auch mal verlieren? Denken wir zu viel mit dem Kopf? Die Lufthansa Kampagne SayYesToTheWorld stellt Fragen wie diese – wir haben uns an

Beim Holi-Fest bewerfen Menschen einander mit buntem Pulver, dem Gulal.
© Dustin Aksland
Sonne

Ab wie vielen Farben fängt Bunt an?

Prächtige Blumen, Blüten und Girlanden sind auf dem indischen Subkontinent allgegenwärtig – als üppiger Schmuck jeder Hochzeitsfeier oder wenn sie von den Tempeln regnen. Beim Holi-Fest bewerfen Menschen einander mit buntem Pulver, dem Gulal. Damit begonnen hat angeblich der Hindu-Gott Krishna, um mit seiner blauen Haut nicht aufzufallen. Hindus zelebrieren Holi traditionell im Frühling. Davon in­spirierte Festivals
färben die Welt aber inzwischen rund ums Jahr bunt.


 

Die Spalte zieht sich durch den isländischen Thingvellir-Nationalpark.
© Alexander Mustard/gettyimages

Waren die Lücken das Beste in deinem Lebenslauf

Ein absolutes Muss in vielen Taucher-Biografien: Einmal in der Lücke zwischen europäischem und amerikanischem Kontinent, der Silfra-Spalte, getaucht zu sein. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu zwei Zentimetern pro Jahr driften hier die beiden Kontinentalplatten auseinander. Die Spalte zieht sich durch den isländischen Thingvellir-Nationalpark. Das Wasser ist eiskalt und kristallklar, denn es stammt ursprünglich vom Langjö­kull-Gletscher und wurde durch Felsen gefiltert. Der perfekte Ort für Taucher mit Mut zur Lücke.

Labyrinth
© Gallery Stock
Wandern

Darf man sich beim Selber–finden auch mal verlieren?

Man muss sogar! Denn nur was verloren geht, kann wieder gefunden werden. Der ideale Ort dafür ist natürlich ein Labyrinth wie das Gewirr unten. Der weltgrößte Irrgarten befindet sich in der Nähe des italienischen Parma. Er erstreckt sich über eine Fläche von etwa zehn Fußballfeldern. Wer das Risiko scheut, sich zwischen den 60 000 Bambusbäumen zu verlaufen, sollte sein Handy vorher aufladen: Verlorene Seelen rettet eine Notruf­nummer als Ariadnefaden.


 

Hast du jemals einen Ort zuerst
betreten?

Nein? Dann hinauf auf die Tepui im Grenzgebiet von Brasilien, Venezuela und Guayana. Viele dieser bis zu rund 2800 Meter hohen Tafelberge sind noch unbestiegen – was mit Blick auf ihre schroffen, von Nebel verhangenen Steilwände nicht verwundert. Wer die Höhe ohnehin scheut und lieber die Tiefen der Erde erforscht, ist aber ebenfalls am richtigen Ort: Im Inneren der Tepui werden gigantische Höhlensysteme vermutet, die bisher nie ein Mensch betreten hat.

Tepui im Grenzgebiet von Brasilien, Venezuela und Guayana.
© Joe Riis/gettyimages

 

Barfußlaufen
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Victory

Wäre die Menschheit barfuß ­glück­licher?

Auf jeden Fall wäre sie sinnlicher: Jede Fußsohle hat etwa 70 000 Nervenenden. Die warten nur darauf, den Boden in all seinen Feinheiten zu erspüren, verkümmern aber allzu oft im Gefängnis festen Schuhwerks. Studien besagen: Wer regelmäßig barfuß geht, läuft nicht nur gesünder – sondern auch schneller. In Deutschland wird das Barfußlaufen mehr und mehr zum Trend – wie spezielle Parks zum Beispiel in Egestorf, Bad Sobernheim und Dornstetten zeigen.

© Shutterstock

Was würdest du einem Außer­irdischen als Erstes zeigen?

„Kanpai!“ Das japanische Wort für „Prost“ war zumindest die Botschaft, die zwei beschwipste japanische Astronomen 1983 von der Erde per Radioteleskop ins All sandten — vielleicht nach zu viel Sake. Schon seit den 1970er-Jahren werden Nachrichten ins All geschickt, oft an sehr weit entfernte Galaxien. Die Antworten stehen jedoch alle aus. Ob die Aliens noch an einem Trinkspruch feilen?


 

Papagei
© Michel Denis-Huot/hemis.fr/laif

Findet es die Welt schade, wenn
wir sie uns nicht anschauen?

Philosophen haben ganze Biblio­theken mit Antworten auf diese Frage gefüllt. Unsere ist: Nein, die Welt ist sich selbst genug. Sie hat ihre ganz ­eigenen Gründe dafür, sich mit so prächtigen Kreaturen wie dem Bech­stein­ara zu schmücken, der in Mittel- und Südamerika
heimisch ist. Und wir? Sollten uns darüber einfach nur freuen.

 


 

Buddha

Denken wir zu viel mit dem Kopf?

Nein, der Kopf ist ja zum Denken da. Aber wer vom Denken loslässt, der wird merken, dass da nicht etwa nichts ist. Stattdessen stellt sich eine innere Stille ein, die über die Grenzen des Körpers hinausgeht. Der Schlüssel dazu heißt Medita­tion. Buddhistische Mönche haben sie zur Perfektion gebracht. Lernen kann es jeder, Kurse gibt es reichlich, sogar Apps. Mit etwas Glück erfährt man dabei auch, dass die Intuition zunimmt. Und das ist im Grunde Denken mit dem Bauch.

Buddhistischer Mönch
© Chris Sorensen/Gallery Stock

 

Die Welt entdecken

Mehr über die Kampagne und
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