© Serena Coady

Blickwechsel

  • INTERVIEW SASCHA BORRÉE

Der Instagram-Kanal @dronegirls_ bietet Fotografinnen eine Plattform für Drohnenbilder. Hier erzählen sie von ihren schönsten und spannendsten Motiven

 

Ponsonby, Neuseeland „Mich reizen Muster, hier ist es der Tole Street Park, wo ein Fahrradübungsplatz auf ein altes Basketballfeld gemalt wurde.“ Petra Leary

Ponsonby, Neuseeland
„Mich reizen Muster, hier ist es der Tole Street Park, wo ein Fahrradübungsplatz auf ein altes Basketballfeld gemalt wurde.“
Petra Leary

© Petra Leary
Moreeb-Düne, Abu Dhabi „Sandboarder filmen, das war der Plan. Dann fielen mir die Schatten auf, der riesige Größenunterschied. Wow!“ Huda Bin Redha

Moreeb-Düne, Abu Dhabi
„Sandboarder filmen, das war der Plan. Dann fielen mir die Schatten auf, der riesige Größenunterschied. Wow!“
Huda Bin Redha

© Huda Bin Redha
Sigiriya, Sri Lanka „Während einer Reise habe ich in dieser kleinen Hütte über­nachtet. Das war ein wundervolles Erlebnis, denn hier liegt der Dschungel direkt vor der Haustür.“ Frida Berg

Sigiriya, Sri Lanka
„Während einer Reise habe ich in dieser kleinen Hütte über­nachtet. Das war ein wundervolles Erlebnis, denn hier liegt der Dschungel direkt vor der Haustür.“
Frida Berg

© Frida Berg
Capri, Italien „Der Fontelina Beach Club mit seinen blau-weißen Sonnenschirmen ist ein Kleinod. Doch erst die Wellen, die auf den Kalkstein krachen, verleihen dem Bild echte Dramatik.“ Rajveer Johal

Capri, Italien
„Der Fontelina Beach Club mit seinen blau-weißen Sonnenschirmen ist ein Kleinod. Doch erst die Wellen, die auf den Kalkstein krachen, verleihen dem Bild echte Dramatik.“
Rajveer Johal

© Rajveer Johal
Ginkelse Heide, Niederlande „Jeden Sommer blüht meine Heimat auf, allein durch das Violett des Heidekrauts. Aber noch nie war die Farbe so intensiv wie beim Blick von oben.“ Lonneke Tubbing

Ginkelse Heide, Niederlande
„Jeden Sommer blüht meine Heimat auf, allein durch das Violett des Heidekrauts. Aber noch nie war die Farbe so intensiv wie beim Blick von oben.“
Lonneke Tubbing

© Lonneke Tubbing

„Frauen haben mehr Mut“

Die australische Fotografin Serena Coady (24) über den weiblichen Blick in der Drohnenfotografie

Ihr Instagram-Kanal @dronegirls_ zeigt nur Arbeiten von Fotografinnen. Männliche Kollegen können noch so spektakuläre Bilder liefern, sie bleiben draußen. Warum?

Meine männlichen Kollegen haben genug Spielwiesen im Internet. Drohnenfotografie gilt als Feld für Nerds. Man muss sich für ferngesteuerte Fluggeräte und Technik interessieren, und das wird eben eher von Jungs erwartet. Es gibt viele Frauen, die mit Drohnen fotografieren, nur gehen sie in der öffentlichen Wahrnehmung leicht unter. Ich biete ihnen jetzt eine eigene Bühne.

Wann haben Sie damit angefangen?

Ich bin vor etwa einem Jahr in die Drohnenfotografie eingestiegen und habe auch schnell angefangen, eigene Bilder auf Instagram zu posten. Viele Follower wollten dann wissen, ob ich die eigentlich selbst fotografiert hatte. Erst dachte ich: seltsame Frage. Bis ich begriff, dass Jungs das nie gefragt werden. Doch mir als Frau traute man solche Fotos einfach nicht zu. Also beschloss ich, ein Schaufenster ausschließlich für Fotografinnen zu schaffen. Mittlerweile sind eine ganze Reihe von Dronegirls-Feeds und -Websites online, es ist eine richtige Bewegung geworden.

Sie sichten täglich Bilder von Fotografinnen aus aller Welt. Gibt es einen typisch weiblichen Stil in der Drohnenfotografie?

Drohnenfotos von Männern sind oft ein wenig cooler, auch klarer strukturiert. Frauen haben mehr Mut zu leuchtenden Farben, wagen chaotischere, komplexere Kompositionen. Aber wir reden nicht über zwei Welten, sondern über graduelle Unterschiede.

Was fasziniert Sie persönlich an der Drohnenfotografie?

Sie erlaubt neue Blicke auf Bewegungen, Wege und Wasser, allgemein auf Muster und Strukturen. Landschaften, die am Boden eher schlicht wirken, offenbaren aus der Vogelperspektive eine spektakuläre Schönheit. Ich recherchiere deshalb gern bei Google Earth und ziehe erst mit der Drohne los, wenn ich lohnende Motive gefunden habe. Und ich kann mich für die technische Seite begeistern. Drohnen werden immer günstiger und kleiner, bei gleicher oder sogar größerer Reichweite als frühere Modelle. Das gibt neue Möglichkeiten, die Disziplin entwickelt sich gerade rasant.

Wie geht es mit Ihnen und den Dronegirls weiter?

Zuerst waren nur zehn Fotografinnen am Instagram-Feed beteiligt, inzwischen sind es mehr als 50. Das ist aber erst der Anfang. Ich will eine Website für die Dronegirls starten, vielleicht eine Agentur gründen. Es ist höchste Zeit, dass wir uns besser kennen­lernen und enger vernetzen.

Tulpeiland, Niederlande „In der Nähe des Dorfs Zeewolde gibt es eine Sandbank, die von oben aussieht wie eine Tulpe – das musste ich knipsen.“ Lonneke Tubbing

Tulpeiland, Niederlande
„In der Nähe des Dorfs Zeewolde gibt es eine Sandbank, die von oben aussieht wie eine Tulpe – das musste ich knipsen.“
Lonneke Tubbing

© Lonneke Tubbing

Lufthoheit

61 Kilo
Last kann der Megakopter der Universität Oslo tragen.

1218 Drohnen
formten 2018 in Pyeongchang die Olympischen Ringe.

263 km/h
schnell fliegt das Modell RacerX der Drone Racing League.