Illustration: Hilfe vom Kranich
© Kati Szilagyi

Hilfe vom Kranich

  • TEXT ANTONIA SCHAEFER
  • ILLUSTRATION KATI SZILAGYI
  • INTERVIEW ANTONIA SCHAEFER

Mitarbeiter der Lufthansa Group fördern gemeinnützige Projekte auf der ganzen Welt, jedes einzelne davon selbst angeschoben und stets ­persönlich betreut. 2019 gibt es Grund zum Feiern: Die help alliance wird 20 Jahre alt.

Illustration Jugendfreizeitzentrum
© Kati Szilagyi

1

Brasilien 

Ein Neuzugang unter den Projekten der help alliance ist das Jugendfreizeitzentrum Instituto Juventude Criativa im brasilianischen Sao Laurenco. Das Projekt verbindet Sport mit Bildung: Zuerst gibt es Eng­lisch­­­unterricht und Hausaufgabenhilfe, dann beginnt das Training. Voraussetzung zur Teilnahme ist der verlässliche Schulbesuch.


 

Illustration Bällebecken
© Kati Szilagyi

2

Vietnam 

Die Saigon Children’s Charity fördert geistig und körperlich beeinträchtigte Kinder in Vietnam und ­ermöglicht ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das Projekt entwickel­te einen Lehrplan für Behinderte, den die Regierung landesweit in rund 40 Schulen einführte. Heute profitieren Tausende Kinder von den verbesserten Methoden.

Illustration Kinder mit Stift
© Kati Szilagyi

3

Südafrika 

„iThemba“ ist ein Wort aus der Zulu-Sprache, es bedeutet Hoffnung. Mit dem iThemba Pre-School-Projekt in Südafrika können Vorschulkinder auf eine bessere Zukunft ­hoffen. Förderstandort ist das Town­ship Capricorn, einer der ärmsten Vororte Kapstadts. Hier lernen Kinder lesen, schreiben und den Zusammenhalt als Gruppe. Der Erfolg des Lernkonzepts führte zum Bau einer Grundschule für 700 Kinder.


 

4

Deutschland 

In Flörsheim bei Frankfurt unterstützt die help alliance ein Projekt des Vereins Stern des Südens e.V.: 60 Kinder mit Migrationshinter­grund bekommen dort regelmäßig Deutschunterricht. Das Konzept: Mit Musik und Spiel werden Hemmungen und Aggressionen abgebaut, der Spracherwerb läuft hier fast nebenher.

Illustration malende Kinder
© Kati Szilagyi

 

Die help alliance unterstützt mehr als 30 Hilfsprojekte weltweit. helpalliance.org

Amerika
Chignahuapan, MEX
Sao Laurenco, BRA
Sao Paulo, BRA
Guarabira, BRA

Europa
Hamburg, DEU
Düsseldorf, DEU
Köln, DEU
Flörsheim, DEU

Afrika
Saint-Louis, SEN
Prampram, GHA
Lomé, TOG
Djougou, BEN
Obizi, NGR
Addis Abeba, ETH
Mubuga, RWA
Nairobi, KEN
Mombasa, KEN
Ukunda, KEN
Kapstadt, RSA
Johannesburg, RSA

Asien
Azraq, JOR
New Delhi, IND
Khandwa, IND
Dehradun, IND
Pondicherry, IND
Solukhumbu, NEP
Ho-Chi-Minh-Stadt, VIE
Pattaya, THA
Borobudur, INA


 

Interview: „Alle Spenden gehen in die Projekte“

Andrea Pernkopf, Geschäftsführerin der Lufthansa help alliance, über das große Engagement der Lufthansa Mitarbeiter.

Frau Pernkopf, Die help alliance feiert 2019 20. Geburtstag – was unterscheidet sie von klassischen Hilfsorganisationen?

Ganz klar der große Einsatz unserer Mitarbeiter. Die help ­alliance ist ja 1999 auch auf deren Initiative entstanden. Bis heute tragen Beschäftigte aller Gesellschaften und Berufsgruppen der Lufthansa Group die Verantwortung für die help alliance-Projekte. Es kann also gut sein, dass unsere Gäste von einem Flugbegleiter oder einer Pilotin an Bord begrüßt werden, die am Reiseziel ein lokales Projekt leiten. Damit jeder gespendete Euro in diese Projektarbeit fließen kann, deckt die Lufthansa Group unsere Verwaltungskosten.

Sie arbeiten bereits seit 1991 bei der Lufthansa, in verschiedenen leitenden Positionen von Vertrieb bis Marketing. Weshalb sind Sie an die Spitze der help alliance gerückt?

Ich bin der help alliance bereits seit Langem verbunden, weil ich es toll finde, dass sich so viele Kolleginnen und Kollegen weltweit ehrenamtlich engagieren. Ich freue mich, dass ich nun meine in den vergangenen Jahren gewonnene Expertise bei der help alliance einbringen kann. Unser gemeinsames Ziel ist es, auch langfristig vielen benachteiligten Menschen weltweit eine Perspektive bieten zu können.

Neben der Arbeit für ein Hilfsprojekt verantwortlich zu sein – das klingt nach einer Menge Arbeit …

… das Engagement ist außergewöhnlich. Vom ersten Anstoß bis hin zur regelmäßigen persönlichen Betreuung vor Ort. Die Mitarbeiter bilden die Schnittstelle zu der lokalen Partnerorganisation, die bestens mit den Bedürfnissen der Menschen vor Ort vertraut ist, und stellen sicher, dass das Geld auch dort ankommt, wo es benötigt wird. Das funktioniert nur, wenn man mit Leidenschaft und Überzeugung bei der Sache ist. Derzeit können wir mehr als 30 Mitarbeiter-Projekte fördern.

Wie sieht die Zukunft der help alliance aus?

Wir wollen noch mehr jungen Menschen Zugang zu Bildung und damit zu einem Einkommen verhelfen. Dafür benötigen wir weiterhin Spenden, viele Spenden. Die Begeisterung unserer Mit­arbeiter für ihre Projekte möchten wir auch auf die Gäste der ­Lufthansa Group übertragen und erlebbar machen, indem sie etwa auf ihren Flügen Fremdwährungen spenden oder an Bord zukünftig Produkte aus einem help alliance-­Projekt in Nepal erwerben können, zum Beispiel Gewürze.