Was machen Sie da, Herr Krick?

Was machen Sie da, Herr Krick?
© Sonja Brüggemann/LH Technik

Sebastian Krick, 28,

Laser-Schweißer

arbeitet seit elf Jahren bei Lufthansa Technik in Hamburg

 

„Ich schweiße eine hauchdünne Schutzschicht auf ein Bauteil, das zu den Flugzeugbremsen eines Bombardier CRJ900 gehört. Das erfordert höchste Präzision und geht nur mit einem computergesteuerten Laser-Schweißgerät. Die ­kreisrunde Komponente, die ich in Brusthöhe auf das Schweiß­gerät montiert habe, ist eine Halterung für Bremsscheibenpakete. Beim Bremsen verschleißen nicht nur die austauschbaren Pakete, sondern auch die dünnen Metallstege, auf denen sie sitzen. Der Abrieb ist hier zwar minimal, doch ab einem gewissen Grad muss auch hier nachgebessert werden. Dazu richte ich das Schweißgerät ein, alles Weitere funktioniert automatisch: Von der Spule in Höhe meiner Stirn wird ein eisenhaltiges Material abgewickelt, per Laserstrahl 15 Millisekunden lang erhitzt, geschmolzen und genau einen Millimeter dick aufgebracht. Dann rückt die Maschine vor zur nächsten Position und wiederholt das Prozedere – bis nach gut zehn Stunden das gesamte Bauteil bearbeitet ist.“